Compliance Days 2026: Drei Tage Austausch und Fachimpulse zu EHS & ESG
Ein dünner Streifen Sonnenlicht fällt an diesem Nachmittag durch die Fenster des Ginn Hotel Hamburg Elbspeicher und glitzert auf der Wasseroberfläche der Elbe. Drinnen summen Kaffeemaschinen und draußen arbeiten die Kräne des Hafens in gleichmäßigem Takt. In den Veranstaltungsräumen des Hotels herrscht geschäftiges Murmeln: erste Handschläge, erste Lacher, erste Begegnungen. Für viele Teilnehmer ist es ein Wiedersehen, für manche ein Debüt.
Die Compliance Days von domeba sind längst mehr als ein klassisches Anwendertreffen. Sie sind ein Ort geworden, an dem sich Fachkräfte aus EHS, ESG und Compliance über Themen aus der Arbeitswelt von heute und der Zukunft austauschen – zwischen Effizienz, Technologie und Menschlichkeit, Chancen und Herausforderungen. Ein Netzwerk, das jedes Jahr wächst und sich zugleich vertraut anfühlt.
Tag 1: Die Arbeitswelt im Wandel – Stress, KI und ESG im Fokus
Ein besonderes Zeichen setzt auch die Moderation: Durch das dreitägige Programm führen Friederike Domes und Henriette Domes, die Töchter von Geschäftsführer Matthias Domes. Mit souveräner Präsenz und authentischer Art verleihen sie der Veranstaltung einen persönlichen Rahmen, der von vielen Teilnehmenden ausdrücklich gelobt wird.

Compliance Days von domeba
Wenn sich einmal im Jahr Fachkräfte für Arbeitssicherheit, Nachhaltigkeitsbeauftragte und Visionäre aus dem DACH-Raum versammeln, um gemeinsam über die Zukunft von EHS & ESG, Digitalisierung und Verantwortung im Arbeitsschutz zu sprechen – dann sind wieder domebas Compliance Days. Seit über 10 Jahren lädt das Chemnitzer Softwareunternehmen domeba Kunden, Partner und Interessierte zu diesem besonderen Event ein, das weit mehr ist als eine Fachtagung.
Die Compliance Days sind Treffpunkt, Denkraum und Impulsgeber zugleich. Drei Tage lang geht es nicht nur um Fachwissen und Prozesse, sondern auch um Networking.
Wenn Stress nicht im Kopf beginnt, sondern im System
Die erste Keynote wird von Arbeitspsychologin Veronika Jakl gehalten. Sie spricht über den Wandel, den die moderne Arbeitswelt durchläuft und wie stark Mitarbeitende unter strukturellen Belastungen leiden. Im Verlauf ihres Vortrags bringt sie den Gedanken auf den Punkt, der im Raum hängen bleibt: Stress entsteht dort, wo Organisationen nicht gut funktionieren. Sie zeigt, wie schlechte Strukturen, unklare Prozesse und Überlastung ganze Teams ausbremsen und warum Maßnahmen an der Ursache ansetzen müssen. Besonders intensiv wird es, als Jakl auf „Technostress“ eingeht: die Überforderung durch neue Tools und KI. Einige Zuhörer nicken, andere lächeln wissend – jeder scheint eigene Erfahrungen im Kopf zu haben.
Austausch, der verbindet
Bereits in der ersten Kaffeepause wird klar, warum die Compliance Days so wertvoll sind: Menschen tauschen sich aus, vergleichen Erfahrungen, sprechen offen über Herausforderungen. Es entstehen neue geschäftliche Kontakte, die auch nach dem Event bestehen bleiben und im beruflichen Alltag echten Mehrwert bringen.

Es folgen Impulse aus der Wirtschaft: Robert Weichert von WeichertMehner. Sein Thema: ESG-Berichterstattung – und warum sie so viel Unsicherheit auslöst. Ausgehend von Fragen, die viele umtreiben („Was ist relevant? Woher kommen Inhalte? Wie setze ich das um?“), führt Weichert durch die Komplexität und macht deutlich: ESG-Berichterstattung ist ein Prozess, der sich Schritt für Schritt optimieren lässt. Ein Ansatz, der spürbare Erleichterung auslöst.
Der Abend klingt auf der Dachterrasse des Hotels aus – mit Blick auf die Elbe, Gesprächen und der besonderen Atmosphäre eines milden Hamburger Abends. Auf der Elbe gleiten Barkassen vorbei, während die Teilnehmenden ein Abendbuffet genießen und erste Kontakte vertiefen.



Tag 2: KI, Cybersecurity und Ergonomie – die Vielfalt des Fortschritts
Der zweite Tag beginnt mit frischem Kaffee und einer spürbaren Vorfreude. Die Keynote von Florian Arndt hat sich herumgesprochen. Tatsächlich – schon nach den ersten Minuten hat er das Publikum gepackt. Mit einer KI-Band aus verschiedenen Versionen seiner selbst und Luftschlangen sorgt er für einen humorvollen Einstieg.



Arndt präsentiert zwanzig KI-Tools, die sofort Mehrwert im Arbeitsalltag liefern können: Übersetzungstools für internationale Teams, Videoavatare für Schulungen, KI-generierte Visualisierungen für Unterweisungen. Alles ist praxisnah, alles ist direkt anwendbar. Seine Botschaft: KI ersetzt keine Menschen, sondern schafft Freiräume.
In der Mittagspause wird weiterdiskutiert, mal begeistert, mal nachdenklich. „Es tut gut, KI weder zu hypen noch zu verteufeln“, ist aus einer Gesprächsgruppe zu hören. Genau diese Mischung macht die Compliance Days aus: Raum für Reflexion statt Schwarz-Weiß-Denken.
Am Nachmittag geht es mit Best Practices weiter. Alexander Vogt von Henkel berichtet über die Einführung der domeba Software und wie wichtig dabei Kommunikation im Unternehmen ist. Mitarbeitende früh einzubinden, Teams direkt zu schulen und Unsicherheiten ernst zu nehmen, führte zu einer Akzeptanz von 98 Prozent in den entsprechenden Unternehmensbereichen. Ein Wert, der beeindruckt.



Jan-Henrik Godau von H. Butting zeigt anschließend, wie digitale Auditprozesse funktionieren können ohne zu Beginn schon zu perfektionistisch zu sein. „Einfach anfangen“, sagt er. Pilotprojekte mit 80 Prozent der digitalen Lösung können reichen, um viel zu lernen und stetig zu optimieren. Seine Offenheit macht Mut, Digitalisierung pragmatisch anzugehen.
Nach den Best‑Practice‑Einblicken folgt ein Perspektivwechsel: weg von Prozessen und Projektarbeit hin zu den alltäglichen Risiken der digitalen Welt. Tim Berghoff von G DATA CyberDefense nimmt das Publikum mit in die Realität aktueller Cyberangriffe und in die Frage, warum viele Unternehmen noch immer falsch reagieren. Er erzählt von gefälschten Rechnungen, perfiden Schadsoftware‑Kampagnen und Situationen, in denen ein einziger falscher Klick eine ganze Organisation lahmlegen kann. Doch anstatt Schuldige zu suchen, plädiert Berghoff für eine offene Fehlerkultur. „‚Wer war das?‘ ist die falsche Frage“, erklärt er. Denn Schuldzuweisungen führen dazu, dass Fehler verheimlicht werden und Risiken unentdeckt bleiben. Mitarbeitende müssen geschult, sensibilisiert und geschützt werden. Der Mensch ist nicht das Problem, sondern der Schlüssel zu mehr Sicherheit.
Danach folgt ein Blick auf ein oft unterschätztes Thema: Ergonomie. Michael Spitzhirn, Arbeitsgestalter und Forschungskoordinator bei der imk Industrial Intelligence, zeigt anhand der ema Software Suite, wie Unternehmen Arbeitsplätze, Prozesse und sogar ganze Fabriken ergonomisch und effizient gestalten können. Mit digitalen Menschmodellen, Robotik und Prozesssimulation macht er anschaulich, wie sich Belastungen reduzieren und Arbeitsabläufe optimieren lassen. Seine zentrale Botschaft ist eindeutig: Ergonomie ist kein „Nice‑to‑have“, sondern ein echter Erfolgsfaktor. Sie kann Ausfalltage um bis zu 20 Prozent senken, die Produktivität, Qualität und Mitarbeiterzufriedenheit steigern.
Der Abend führt die Teilnehmenden auf die Elbe – mit einer Hafenrundfahrt, gutem Essen und perfektem Wetter. Die Aussicht von der Elbphilharmonie, das gleichmäßige leichte Schaukeln des Schiffes, Gespräche zwischen Fachlichkeit und persönlichen Geschichten: Viele nennen diesen Abend später einen der schönsten Momente der Compliance Days.



Tag 3: Resilienz trifft KI
Am dritten Tag zeigt sich, wie viel die Veranstaltung bereits bewegt hat: Die Gespräche am Morgen beginnen dort, wo viele Diskussionen am Vortag endeten. Die Teilnehmenden wirken motiviert, die letzten Impulse mitzunehmen – insbesondere den Blick auf mentale Stärke und Zukunftsfragen. Marc Wallert betritt die Bühne. Viele im Saal kennen seine Geschichte: Im Jahr 2000 war er 140 Tage lang Geisel auf den Philippinen. Eine Extremerfahrung, die sein Leben geprägt und ihn zu einem international gefragten Resilienz-Experten gemacht hat.
Wallert spricht nicht dramatisch, sondern ruhig, authentisch, klar. Er erzählt, wie er in Extremsituationen innere Stärke entwickelte und wie sich diese Strategien auf heutige berufliche Belastungen übertragen lassen: Orientierung schaffen, Prioritäten setzen, soziale Unterstützung suchen, Grenzen wahrnehmen. Sein Vortrag ist tiefgreifend, ohne schwer zu sein und persönlich, ohne pathetisch zu wirken.

Ein Thema, viele Blickwinkel
Zum Abschluss finden sich Matthias Domes, Marc Wallert, Veronika Jakl und Florian Arndt zu einer Podiumsdiskussion zusammen. Moderiert wird die Diskussionsrunde von domebas Partner Channel Managerin Dr. Petra Schönherr. Vier Personen, vier Hintergründe und ein gemeinsames Thema: KI zwischen Fortschritt und Vorsicht.
Arndt spricht über rasante technologische Entwicklungen. Jakl über die psychologischen Auswirkungen und die Gefahr der Überforderung. Wallert über menschliche Bedürfnisse nach Vertrauen und Orientierung. Zusammen entsteht ein vielschichtiges Bild der Zukunft: Chancen nutzen, Risiken ernst nehmen, Selbstbestimmung bewahren. domeba‑Geschäftsführer Matthias Domes appelliert, dass Unternehmen selbst entscheiden sollen, welche Aufgaben KI übernehmen soll und welche bewusst beim Menschen bleiben. Der Mut zum „Nein“ gehört für ihn ebenso dazu wie der Blick nach vorn.
Wer diese besondere Mischung aus Austausch, Inspiration und Fachwissen erleben möchte, sollte sich die nächsten Compliance Days nicht entgehen lassen. Werden Sie Teil dieses Netzwerks – sichern Sie sich Ihren Platz für nächstes Jahr!

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