Die Skill Matrix ist ein starkes Tool, um die Personalentwicklung in Ihrem Unternehmen zu optimieren und fachliche Ressourcen da einzusetzen, wo sie am effizientesten genutzt werden können. Wie eine Skill Matrix aussieht und welche Vorteile sie bietet, erfahren Sie in diesem Beitrag!

Was ist eine Skill Matrix? Definition und Abgrenzung

Eine Skill Matrix (auch „Skillmatrix“ geschrieben) bildet ein strategisches Instrument für Unternehmen, um Fähigkeiten und Qualifikationen von Mitarbeitenden einzuschätzen und in der Folge effizient einzusetzen. Es handelt sich dabei um eine Tabelle, in welcher die Kompetenzen der Angestellten erfasst und eingestuft werden, was sowohl durch Selbsteinschätzung als auch durch die Einschätzung der Führungskräfte oder anderer verantwortlicher Personen geschehen kann.

In den meisten Fällen wird die Skill Matrix in individuelle Teams aufgeteilt; sie ist jedoch flexibel einsetzbar. Wichtig ist, dass eine Skill Matrix niemals wertend verstanden werden sollte, sondern lediglich als eine objektive Einschätzung zu verstehen ist. Nicht jede Kompetenz muss von jedem Mitarbeitenden zu 100% erfüllt werden. Das Hauptziel der Skill Matrix ist es, Fähigkeiten der Mitarbeitenden richtig einzusetzen und eventuelle Weiterbildungsbedarfe zu erkennen.

Qualifikationsmatrix, Kompetenzmatrix oder Skill Matrix – Wo liegt der Unterschied?

Die Begriffe Qualifikationsmatrix und Kompetenzmatrix werden oft synonym zur Skillmatrix verwendet. Jedoch gibt es gewisse Unterschiede, welche im Folgenden erklärt werden:

Qualifikationsmatrix

„Qualifikationsmatrix“ kann tatsächlich als Synonym für die Skillmatrix verstanden werden. In der Qualifikationsmatrix werden die Fertigkeiten und Fähigkeiten (Skills) von Personen erfasst. Der Begriff „Skills“ umfasst erlernbare Eigenschaften, die zur Bewältigung einer spezifischen Aufgabe benötigt werden. Beispiel dafür sind bestimmte Software-Kenntnisse oder Sprachniveaus. Das Hauptziel einer Qualifikationsmatrix bzw. Skillmatrix besteht darin, dass jede Aufgabe bzw. Tätigkeit von einem entsprechend qualifizierten Mitarbeitenden erledigt wird, wodurch Ressourcen gespart werden und die Qualität der Arbeit erhöht wird.

Kompetenzmatrix

Im Gegensatz dazu werden in der Kompetenzmatrix die Kompetenzen der Mitarbeitenden erfasst. Kompetenzen umfassen Kenntnisse, Einstellungen, Fähigkeiten und Verhaltensweisen, die es einer Person möglich machen, eine Aufgabe erfolgreich und effizient zu erfüllen. Diese sind nicht bzw. nur schwer erlernbar. Das Ziel einer Kompetenzmatrix ist es, Kompetenzen aufzuzeigen, welche für bestimmte Tätigkeiten oder Positionen benötigt werden. Wenn Sie mehr zum Thema erfahren wollen, empfehlen wir Ihnen unseren passenden Blogbeitrag zum Kompetenzmodell.

Aufbau einer Skill Matrix

Es gibt prinzipiell keine geregelten Vorgaben dafür, wie eine Skill Matrix aussehen sollte. Generell empfiehlt sich eine tabellarische Ansicht, welche folgende Informationen enthalten sollte:

  • Namen der Teammitglieder
  • Positionen der jeweiligen Teammitglieder
  • Abteilung der Teammitglieder
  • Kompetenzen, welche für das jeweilige Team relevant sind
  • Kompetenzerfüllung (Einschätzung z. B. anhand von Prozentangaben oder Skalen; optimalerweise mit farblicher Hervorhebung)
  • Legende (verständlich, damit auch Dritte die Matrix verstehen)

Bewertungsskalen und Visualisierung der Ergebnisse

Die Bewertungsskala kann ganz nach den Bedürfnissen Ihres Unternehmens angepasst werden. Mit einer Einschätzung anhand von Prozentwerten können Sie zum Beispiel sehr präzise Angaben tätigen, aber auch eine Punkteskala ist möglich. Alternativ funktionieren ebenfalls Werte wie „erfüllt“ und „nicht erfüllt“. Es empfiehlt sich, dass Sie die entsprechenden Ergebnisse farblich hervorgeheben. Somit behalten Sie auch bei größeren Skillmatritzen einen schnellen Überblick über Ihre Teams.

Die Abbildung einer Skill Matrix kann in einer Software besonders übersichtlich erfolgen. Dazu ist zum Beispiel das domeba Modul „Skillmanagement“ bestens geeignet.

Warum ist eine Skill Matrix für das Kompetenzmanagement im Unternehmen so wichtig?

Das Führen einer Skill Matrix ist keine Pflicht. Allerdings ergeben sich daraus zahlreiche Vorteile, von welchen sowohl Einzelpersonen als auch das ganze Unternehmen profitieren.

Die Vorteile für Teams, Abteilungen und das gesamte Unternehmen

Der größte Vorteil einer Skillmatrix: die hohe Flexibilität. Die Skills und deren Ausprägung lassen sich individuell auf Teams, Abteilungen und sogar Projekte anpassen und bieten damit ein starkes Tool, um Qualitäten zu erkennen und effizient einzusetzen.

So kann die Matrix zum Beispiel dabei unterstützen, einzelne Mitarbeitende gezielt zu fördern. Wenn Sie sehen, dass jemand in einer bestimmten Tätigkeit nicht die benötigten Fähigkeiten besitzt, so können entsprechende Schulungsmaßnahmen eingeleitet werden. Außerdem erkennen Sie genau, welche Weiterbildungen in bestimmten Bereichen benötigt werden und können somit in die passenden Maßnahmen investieren.

Andersherum erkennen Sie auch, welcher Mitarbeitende für bestimmte Aufgaben und Bereiche am besten geeignet sind. Das steigert die Effizienz im Unternehmen und erhöht zusätzlich die Mitarbeiterzufriedenheit. Potenziale werden erkannt und an den richtigen Stellen eingesetzt.

Ziele erreichen: Wie Matrizen bei der strategischen Personalentwicklung helfen

Eine gut geführte Skillmatrix eignet sich hervorragend zur strategischen Personalentwicklung. Neben dem bereits genannten Erkennen von Schulungsbedarfen und passenden Weiterbildungsmöglichkeiten erfassen Sie zudem, welche Stellen in Teams es noch zu besetzen gilt. Zusätzlich können Sie anhand der Übersicht über das gesamte Unternehmen auch eine gezielte Personalauswahl für bestimmte Projekte treffen oder auch erkennen, ob bestimmte Mitarbeitende sogar Qualifikationen für eine andere Abteilung besitzen. Mit diesen Möglichkeiten gelingt es Ihnen, effiziente Teams aufzustellen und den Unternehmenserfolg voranzutreiben.

Software für Skill Matrix als digitaler Helfer

Wie Sie eine Skillamatrix abbilden, ist Ihnen selbst überlassen. Allerdings legen wir Ihnen eine Software für Skillmanagement nah, da Sie die Daten dort zentral speichern und die Kommunikation mit den Mitarbeitenden somit enorm vereinfachen.

domeba bietet eine Softwarelösung, die genau das kann. Mit dem Modul „Skillmanagement“ haben Sie eine klare Übersicht über die Skills und Kompetenzen ihrer Mitarbeitenden. Die Individualisierbarkeit der Skills und deren Ausprägungen bietet eine hohe Flexibilität, bei welcher die Werte entweder von den Mitarbeitenden selbst oder von der verantwortlichen Person (z. B. HR) eingeschätzt werden. Die Automatisierung ermöglicht es Ihnen außerdem, bestimmte Skills direkt den entsprechenden Positionen bzw. Tätigkeiten zuzuordnen, was Ihnen viel Verwaltungsaufwand spart. Auch über das Ablaufen von Zertifikaten können Sie und der entsprechende Arbeitnehmer sich per E-Mail informieren lassen.

Ein weiterer großer Vorteil besteht in der Verknüpfung zwischen der Skillmatrix und den daraus abgeleiteten Maßnahmen. Auch diese können Sie dank des inklusiven Maßnahmenmanagements in der domeba Software abbilden. All das erfassen Sie zudem im umfangreichen Skillreporting, welches Sie aus der Software exportieren können. Mit domeba setzen Sie auf eine effiziente Lösung für Ihre Personalentwicklung!

Grafische Darstellung der Auswahl von Mitarbeitenden mit Hilfe von Skill Management.

Häufig gestellte Fragen zur Skill Matrix

Ist eine Skill-Matrix-Software nur für agile Teams geeignet?

Nicht ausschließlich, denn Skill-Matrix-Software kann ebenfalls unternehmensübergreifend verwendet werden, was sogar empfehlenswert ist. Dabei besteht mit einer Lösung wie domeba Software die Möglichkeit, verschiedene Unterkategorien für Teams oder Arbeitsgruppen zu erstellen und zu erfassen.

Für welche Mitarbeiter-Gruppen gilt die Skill-Matrix?

Sie können für Ihr Unternehmen selbst festlegen, welche Mitarbeitenden Sie in die Skill-Matrix einbinden. Für eine einheitliche Erfassung ist es jedoch sinnvoll, alle Angestellten zu erfassen.

Der Einfachheit und besseren Lesbarkeit halber wird im Text das generische Maskulinum verwendet – gemeint sind damit immer alle Geschlechter.

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