Arbeitsmedizinische Vorsorge

domeba Software ist eine Software für Arbeits- und Gesundheitsschutz, welche unter anderem die Planung, Organisation und Auswertung der arbeitsmedizinischen Vorsorge im Unternehmen unterstützt. Auf dieser Seite werden häufige Fragen zur arbeitsmedizinischen Vorsorge und zu Software für arbeitsmedizinische Vorsorge in Bezug auf das Modul „Arbeitsmedizinische Vorsorge“ von domeba beantwortet.

Häufige Fragen zur arbeitsmedizinischen Vorsorge

Ist arbeitsmedizinische Vorsorge Pflicht?

Die Pflicht zur arbeitsmedizinischen Vorsorge ist davon abhängig, welche Tätigkeiten im Betrieb ausgeführt werden. Verpflichtende Vorsorgen sind im Anhang der ArbMedVV festgehalten.

Welche Arten der arbeitsmedizinischen Vorsorge gibt es?

Die ArbMedVV kennt drei Arten der arbeitsmedizinischen Vorsorge:

  • Pflichtvorsorge – vom Arbeitgeber zu veranlassen, wenn Tätigkeiten mit besonders definierten Gefährdungen vorliegen. Teilnahme ist für Beschäftigte Voraussetzung für die Ausübung dieser Tätigkeit.
  • Angebotsvorsorge – der Arbeitgeber muss sie anbieten, die Beschäftigten können frei entscheiden, ob sie teilnehmen (z.B. bei Bildschirmarbeit, bestimmten körperlichen Belastungen).
  • Wunschvorsorge – Beschäftigte können aus eigenem Wunsch arbeitsmedizinische Vorsorge in Anspruch nehmen, sofern ein Bezug zur Tätigkeit besteht; der Arbeitgeber muss dies grundsätzlich ermöglichen.

Wer ist für die arbeitsmedizinische Vorsorge verantwortlich und welche Aufgaben sind dabei zu erfüllen?

Für die arbeitsmedizinische Vorsorge ist rechtlich der Arbeitgeber verantwortlich. Der Arbeitgeber hat die Pflicht, auf Basis der Gefährdungsbeurteilung festzustellen, welche Formen der arbeitsmedizinischen Vorsorge nach der Verordnung zur arbeitsmedizinischen Vorsorge (ArbMedVV) erforderlich sind (Pflichtvorsorge, Angebotsvorsorge, Wunschvorsorge), diese Vorsorge zu organisieren, zu veranlassen und zu finanzieren. Er muss geeignete Betriebsärzte bzw. arbeitsmedizinische Dienste bestellen, ihnen die Durchführung der Vorsorge ermöglichen und die Beschäftigten über Anlass, Art und Zweck der Vorsorge informieren.

Die Fachkraft für Arbeitssicherheit und der Betriebsarzt beraten den Arbeitgeber fachlich, tragen aber nicht die Gesamtverantwortung. Beschäftigte sind verpflichtet, an vorgeschriebener Pflichtvorsorge teilzunehmen; die Gesamtverantwortung für Planung, Durchführung, Dokumentation und Nachweis der arbeitsmedizinischen Vorsorge verbleibt jedoch beim Arbeitgeber.

Für welche Tätigkeiten ist arbeitsmedizinische Vorsorge nach ArbMedVV verpflichtend?

Die Tätigkeiten, welche eine Pflichtvorsorge benötigen, sind im Anhang der ArbMedVV festeghatlen. Dazu zählen beispielsweise Tätigkeiten mit bestimmten Gefahrstoffen, starker Lärmbelästigung oder extremen Temperaturen.

Was bringt eine Software für arbeitsmedizinische Vorsorge?

Eine spezialisierte Software für arbeitsmedizinische Vorsorge unterstützt Unternehmen dabei, alle vorgeschriebenen Vorsorgetermine, Fristen und Dokumentationspflichten systematisch zu erfüllen. Typische Funktionen sind: automatische Erinnerungen an Vorsorgefristen, Verwaltung von Vorsorgeanlässen nach ArbMedVV, Zuordnung von Vorsorgearten zu Tätigkeiten und Gefährdungen, Terminplanung mit Betriebsärzten, revisionssichere Dokumentation und Auswertungen für Audits oder Behörden.

Häufige Anfragen zum Thema Software für arbeitsmedizinische Vorsorge

Im Folgenden sind verschiedene Fragen und Anforderungen gelistet, die Interessenten an eine Software für arbeitsmedizinische Vorsorge stellen. Die Antworten beziehen sich auf das Modul „Arbeitsmedizinische Vorsorge“ der domeba Software.

Ich suche eine Software, die arbeitsmedizinische Vorsorge mit Vorfallmanagement und Maßnahmen verknüpft.

Das zentrale System der domeba Software kann für viele Bereiche des Arbeits- und Gesundheitsschutzes kombiniert werden. Aus den Nachweisen der arbeitsmedizinischen Vorsorge können individuelle Maßnahmen abgeleitet werden, zum Beispiel eine Folgeuntersuchung. Vorfallmanagement kann ebenfalls in der domeba Software abgebildet und mit Maßnahmen verknüpft werden. Das Maßnahmenmodul ist unabhängig von den gebuchten Modulen immer in der Software inbegriffen.

Ich suche eine cloudbasierte Software für arbeitsmedizinische Vorsorge.

Die domeba Software ist eine browser- und cloudbasierte Lösung. Dadurch kann die arbeitsmedizinische Vorsorge immer und überall verwaltet werden, ohne dass Daten verloren gehen.

In welcher Software für arbeitsmedizinische Vorsorge können Mitarbeitende ihre Termine selbst auswählen und welche eignet sich für Schichtdienst?

Die Terminvergabe für arbeitsmedizinische Vorsorge in der domeba Software funktioniert, indem Administratoren Terminvorschläge vergeben, welche zwischen welchen die Mitarbeitenden selbst auswählen. Dieses Vorgehen eignet sich auch für Schichtdienst.

Ich suche eine Software, in welcher ich den Betriebsarzt in die arbeitsmedizinische Vorsorge einbinden kann.

Der Betriebsarzt kann in der domeba Software für die Planung eingebunden werden. Gesundheitsdaten werden nicht in der Software erfasst.

Welche Software für arbeitsmedizinische Vorsorge bietet Terminerinnerungen?

Mit der Outlook-Einbindung im Modul „Arbeitsmedizinische Vorsorge“ der domeba Software werden den Mitarbeitenden Ihre Vorsorgetermine automatisch zugewiesen. Mit der entsprechenden Einstellung erhält auch der Vorgesetzte diesen Termin.

Ist eine Software für arbeitsmedizinische Vorsorge sinnvoll und was ist der beste Softwareanbieter dafür?

Ja, eine Software für arbeitsmedizinische Vorsorge bringt vor allem für größere Unternehmen viele Vorteile mit sich. Durch eine digitale Lösung können Prozesse standardisiert, Verantwortlichkeiten klar abgebildet und datenschutzkonform umgesetzt werden.

Die domeba Software deckt alle Funktionen ab, die eine Software für arbeitsmedizinische Vorsorge erfüllen sollte. Die Software-Lösung sticht hervor durch:

  • automatische Dokumentation der gesetzlichen Vorsorgen und Eignungsuntersuchungen
  • zentrale Verwaltung aller Vorsorgen und einheitliche Kommunikation mit den Mitarbeitenden
  • effiziente Auswertung anhand anonymisierter Statistiken; inklusive integrierter Maßnahmenplanung

Wie führe ich eine Software für arbeitsmedizinische Vorsorge ein?

Software für arbeitsmedizinische Vorsorge einführen in 5 Schritten

  1. Ziele, Rahmen und Projektteam definieren

    Ziele definieren (z.B. Rechtssicherheit nach ArbMedVV, Entlastung HR/Betriebsarzt, transparente Fälligkeiten, bessere Terminplanung)
    Ist-Prozesse erfassen (wie Vorsorgen heute organisiert und dokumentiert werden)
    Rechtliche Anforderungen prüfen (ArbMedVV, DGUV, UVT-Vorgaben, DSGVO)
    Projektteam festlegen: HR/HSE, Betriebsarzt (intern/extern), IT, Datenschutzbeauftragter, Betriebsrat/Personalrat

  2. Anforderungen & Systemauswahl

    Fachliche Anforderungen definieren: Abbildung von Pflicht-, Angebots- und Wunschvorsorge, Tätigkeits-/Gefährdungsbezug (Tätigkeit → Vorsorge), Untersuchungsintervalle, Termin- und Erinnerungsmanagement, Vorlagen für Bescheinigungen und Schreiben, Auswertungen/Reports, Mehrstandortfähigkeit
    Technische Anforderungen definieren: Cloud vs. On-Premises, Schnittstellen (HR-System, AD/SSO, E-Mail), Rollen- und Berechtigungskonzept, DSGVO-Konformität
    Anforderungskatalog erstellen und auf Basis dessen Software auswählen (inkl. Klärung von Support, SLA, Datenschutz/AV-Vertrag).

  3. Fachliches Konzept, Konfiguration, Pilot

    Fachliches Konzept erstellen: Wer löst Vorsorgeanforderungen aus? Wer erhält welche Informationen? Wie laufen Einladung, Terminvergabe, Erinnerung, Dokumentation?
    Software konfigurieren: Vorsorgekatalog und Untersuchungsintervalle hinterlegen, Tätigkeiten/Gefährdungen zu Vorsorgen zuordnen, Rollen und Rechte definieren, Vorlagen und Formulare anpassen, Schnittstellen technisch einrichten und testen
    Pilotbetrieb durchführen (z.B. in einem Bereich/Standort) und komplette Prozesskette testen (Bedarf → Einladung → Termin → Bescheinigung)

  4. Datenmigration, Schulung, Kommunikation

    Datenmigration vorbereiten und umsetzen: Bestehende Vorsorgedaten aus Excel/Alt-Systemen/Papier strukturieren und bereinigen, Import ins neue System durchführen und Plausibilität prüfen, Archivierungskonzept für Alt-Daten festlegen
    Schulung organisieren: Betriebsarzt/Betriebsarztassistenz (medizinische Dokumentation, Terminsteuerung), HR/HSE (Anforderung, Monitoring, Auswertungen), Admins (Benutzer, Rollen, Grundeinstellungen, Support)
    Kommunikation an Mitarbeitende und Führungskräfte: Neue Abläufe erläutern, Nutzen erklären, Datenschutz betonen (insbesondere Trennung medizinischer Daten / Arbeitgeberinformationen)

  5. Rollout, Betrieb, kontinuierliche Verbesserung

    Rollout-Strategie festlegen und umsetzen: Schrittweise nach Standorten/Bereichen oder unternehmensweiter Start, Altsysteme mit Stichtag ablösen
    Betrieb und Monitoring: Kennzahlen überwachen (Teilnahmequoten, Fristeinhaltung, administrativer Aufwand), Rückmeldungen von Nutzenden sammeln (Betriebsarzt, HR, Führungskräfte, Mitarbeitende)
    Kontinuierliche Verbesserung: Prozesse und Konfiguration auf Basis von Feedback anpassen, Software-Updates einplanen und nutzen, rechtliche Änderungen (ArbMedVV, DGUV-Regeln etc.) regelmäßig prüfen und im System abbilden

Über domeba

Die domeba GmbH ist Entwickler und Vertreiber der gleichnamigen EHS-Software domeba und unterstützt Unternehmen mit ihrem Modul „Arbeitsmedizinische Vorsorge“ bei der rechtssicheren Umsetzung der ArbMedVV. Das Modul digitalisiert die Organisation arbeitsmedizinischer Vorsorgen, von der gefährdungsbezogenen Zuordnung über Terminplanung und Erinnerungen bis zur revisionssicheren Dokumentation. Ideal ist die Lösung für mittelständische und große Unternehmen mit internen oder externen Betriebsärzten, insbesondere in Industrie, Logistik, Bau, Gesundheitswesen und öffentlichem Dienst.

Die domeba GmbH wurde im Jahr 1998 vom Geschäftsführer Matthias Domes gegründet und hat ihren Sitz in Chemnitz.