
Digitale Gefährdungsbeurteilung in der Schweiz: Mehr Sicherheit, mehr Effizienz
In vielen Schweizer Unternehmen, insbesondere in KMU, werden Gefährdungsbeurteilungen noch mit Excel, Word oder Papierformularen durchgeführt. Das kostet Zeit, erschwert die Nachverfolgung von Massnahmen und macht die Nachweisführung gegenüber SUVA oder internen Revisoren mühsam.
Digitale Gefährdungsbeurteilungen mit einer passenden EHS-Software bieten hier einen klaren Vorteil: strukturierte Prozesse, höhere Transparenz und eine bessere Compliance mit Schweizer Vorgaben.
Im folgenden Beitrag zeigen wir, wie digitale Gefährdungsbeurteilungen in der Schweiz sinnvoll umgesetzt werden können, welche rechtlichen Rahmenbedingungen gelten und worauf Unternehmen bei der Auswahl einer EHS-Software achten sollten.
Rechtliche Grundlagen der Gefährdungsbeurteilung in der Schweiz
Die Gefährdungsbeurteilung ist in der Schweiz keine Option, sondern Pflicht. Grundlagen sind insbesondere:
- Unfallversicherungsgesetz (UVG)
- Arbeitsgesetz (ArG) und zugehörige Verordnungen (ArGV)
- EKAS-Richtlinien, insbesondere EKAS-Richtlinie 6508 (ASA-Richtlinie)
- SUVA-Wegleitungen zur systematischen Gefährdungsermittlung und zum Arbeitsschutz
Diese Regelwerke verlangen, dass Arbeitgeber Gefährdungen im Betrieb erkennen, bewerten, geeignete Massnahmen festlegen und deren Wirksamkeit überprüfen. Ob dies auf Papier oder digital geschieht, ist rechtlich offen. Eine digitale Lösung erleichtert jedoch die strukturierte Dokumentation, die Aktualisierung und den Nachweis gegenüber Behörden und Versicherern.

Was ist eine digitale Gefährdungsbeurteilung?
Klassisch bedeutet Gefährdungsbeurteilung:
- Gefährdungen systematisch erfassen
- Gefährdungen bewerten
- Schutzmassnahmen festlegen
- Umsetzung und Wirksamkeit prüfen
- Dokumentation und regelmässige Aktualisierung
Bei der digitalen Gefährdungsbeurteilung werden diese Schritte in einer EHS-Software abgebildet:
- Gefährdungen und Risiken lassen sich über Vorlagen aus einem Standard-Gefährdungs- bzw. Risikokatalog auswählen und mit wenigen Klicks übernehmen. Darüber hinaus können Sie Gefährdungen auch komplett selbst angelegen.
- Für jede Gefährdung kann ein Bewertungsschema gewählt und die Risikokennzahl vor Massnahmen festgelegt werden. Auch die Risikoeinschätzung kann direkt im System beschrieben werden.
- In einer Gefährdungsbeurteilung können einzelnen Gefährdungen bzw. der gesamten Gefährdungsbeurteilung entsprechende Maßnahmen zugeordnet werden, die dann mit dem verknüpften Massnahmenmanagement Verantwortlichen zugewiesen und terminiert werden.
- Fortschritt ist im Dashboards nachverfolgbar.

KI-Unterstützung für noch mehr Effizienz
Da die Auswahl und das Einrichten von Gefährdungen und Massnahmen innerhalb der Gefährdungsbeurteilung oft einen sehr hohen Zeitfaktor darstellt, bietet domeba für diesen Bereich KI-Unterstützung, was die Handlungsabläufe um ein Vielfaches verkürzt.
Herausforderungen von Schweizer Unternehmen bei Gefährdungsbeurteilungen
Viele Schweizer Betriebe stehen bei der Gefährdungsbeurteilung vor ähnlichen Problemen:
Medienbrüche und Tabellen-Chaos
Unterschiedliche Excel-Versionen, lokale Laufwerke, fehlende Standards – es ist schwer nachvollziehbar, was aktuell, abgeschlossen oder offen ist.
Verteilte Standorte und mobile Mitarbeitende
Baustellen, Aussenlager, Serviceeinsätze beim Kunden – Formulare auf Papier gehen verloren oder werden verspätet verarbeitet.
Nachweis gegenüber SUVA und Revisionen
Bei Inspektionen und Audits ist es entscheidend, Gefährdungsbeurteilungen, Massnahmen und Wirksamkeitskontrollen schnell und vollständig vorlegen zu können.
Eine digitale Lösung adressiert genau diese Punkte, indem sie Prozesse vereinheitlicht, Daten zentralisiert und die Kollaboration erleichtert.
Vorteile einer digitalen Gefährdungsbeurteilung für Schweizer Unternehmen
Eine moderne EHS-Software für die digitale Gefährdungsbeurteilung bietet unter anderem:
- Zentrale, revisionssichere Dokumentation
Alle Gefährdungsbeurteilungen, Massnahmen und Protokolle liegen an einem Ort – nachvollziehbar und jederzeit abrufbar. - Standardisierte Checklisten und Vorlagen
Gefährdungskataloge und Checklisten können an SUVA- oder EKAS-Empfehlungen angelehnt und auf spezifische Branchen (Bau, Chemie, Gesundheitswesen etc.) zugeschnitten werden. - Mobile Erfassung vor Ort
Sicherheitsbeauftragte und Führungskräfte dokumentieren Gefährdungen direkt im Betrieb oder auf der Baustelle per Tablet oder Smartphone – inklusive Fotos, Kommentaren und Sofortmassnahmen. - Klare Verantwortlichkeiten und automatische Erinnerungen
Massnahmen werden Personen oder Funktionen zugewiesen, Fristen festgelegt und Erinnerungen automatisch versendet. Das reduziert offene Punkte und erhöht die Umsetzungsgeschwindigkeit. - Berichte und Dashboards für das Management
Kennzahlen zu Risiken, offenen Massnahmen oder wiederkehrenden Gefährdungen sind auf Knopfdruck verfügbar – eine gute Basis für Entscheidungen.
Vom Papier zur digitalen Gefährdungsbeurteilung: Vorgehen
Ein bewährter Ansatz für Schweizer Unternehmen:
- Ist-Analyse: Bestehende Formulare, Prozesse und Verantwortlichkeiten aufnehmen.
- Ziele definieren: z. B. SUVA-Compliance sichern, Transparenz erhöhen, Zeitaufwand senken.
- EHS-Software evaluieren: Anforderungen priorisieren, Pilotlösungen testen.
- Pilotprojekt starten: Einen Standort oder Bereich auswählen, Erfahrungen sammeln.
- Rollout planen: Schrittweise Einführung in allen Standorten und Sprachregionen.
- Schulung & Change Management: Vorgesetzte und Mitarbeitende praxisnah in die digitalen Prozesse einführen.
- Kontinuierliche Verbesserung: Kennzahlen nutzen, um Prozesse, Vorlagen und Massnahmen laufend zu optimieren.
Fazit: Digitale Gefährdungsbeurteilung als Chance für Schweizer Unternehmen
Digitale Gefährdungsbeurteilungen unterstützen Schweizer Unternehmen dabei, gesetzliche Pflichten effizient zu erfüllen, SUVA- und EKAS-Vorgaben strukturiert umzusetzen und Arbeitssicherheit messbar zu verbessern. Besonders Betriebe mit mehreren Standorten, Sprachen oder komplexen Prozessen profitieren von einer EHS-Software, die auf die Anforderungen in der Schweiz zugeschnitten ist.
Digitale Gefährdungsbeurteilung
Gefährdungsbeurteilung jetzt digital und mithilfe von KI durchführen und Arbeitsschutz der Zukunft schon heute umsetzen!

Der Einfachheit und besseren Lesbarkeit halber wird im Text das generische Maskulinum verwendet – gemeint sind damit immer alle Geschlechter.
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